Vorgeschichte

Die Anfänge des Klosters in Hude gehen auf eine Stiftung des Grafenhauses Oldenburg zurück. Anlass war die Ermordung des Grafen Christian im Jahre 1192 bei seiner Rückkehr von einem Kreuzzug. In Bergedorf, dem Ort des Geschehens, stifteten seine Mutter Kunigunde und sein Bruder Graf Moritz ein Nonnenkloster zum Seelenheil des Ermordeten. Im Jahre 1201 übernahmen Zisterziensermönche aus Mariental bei Helmstedt das Kloster. Im Jahre 1232 folgte, auf Bitten der Mönche,
eine Verlegung des Konvents an den Rand der Geest zur Stedinger Marsch hin. Hier boten die bessere Lage am Bach und der anstehende Ton die Grundlage für den Aufbau des Klosters. Reiche Landschenkungen durch die Oldenburger Grafen, die auf der Seite des Erzbischofs Gerhard II. von Bremen am Aufstand gegen die Stedinger Bauern im Jahre 1234 beteiligt waren, ermöglichten den Mönchen ein Leben nach den Ordensregeln "ora et labora" (bete und arbeite).
Szene der Gobelins von Bayeux um 1095 
(aus
Szene der Gobelins von Bayeux um 1095 (aus "Die Kunst der Zisterzienser" (Georges Duby))